Auszüge aus der Festzeitschrift anlässlich der

Die Marktgemeinde Königsbrunn am Wagram
im Wandel der Zeiten


2o Jahre Marktgemeinde - das ist ein kleiner Bruchteil der Geschichte, die unsere Orte seit ihrer Entstehung geschrieben haben. Vieles ging im Laufe der Zeiten verloren. Doch mit offenen Augen lassen sich Zeugen aus vergangenen Zeiten entdecken. Nur wenige schriftliche Aufzeichnungen lassen Deutungen zu. Lückenhaft finden sich unsere kleinen Dörfer erwähnt - in Urkunden und in Heimatbüchern. Die Auflistung der Daten erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit und soll nur einen Überblick geben. Dieser Geschichtsüberblick soll einladen, die eigene Dorfgeschichte weiter zu erforschen und weiter zu schreiben. Genauere Details zur Zeitgeschichte und zur Beschreibung unserer Orte sind der beachtenswerten Heimatchronik Band  I und II von Ingrid Müller zu entnehmen. Vergangenes hat seine Faszination bis in die Gegenwart. Das Alte beachten und bewahren, Neues daraus für die Zukunft entwickeln, das bedeutet Kultur leben und weitergeben!


Geschichtliche Entwicklungen für Hippersdorf
 

1161► als Hippelinesdorf im Salbuch Klosterneuburg erwähnt   1230► Hipplensdorf   1263► Hippeleinstorf   1275► urkundlich genannt werden Otto Hippleinsdorfer und seine Frau Agnes in einer Zwettler Urkunde(1290)   1357► kauft Herzog Albrecht II. von Ortliebvon Winkel Haus und Hof zu Hippleinsdorf und schenkt alles seiner Stiftung, der Kartause Gaming   1364► Ruger der Hipleinsdorfer   1367► Hippelstorf   1399► Johann Hippelsdorfer, Pfarrer zu Kirchberg am Wagram 384 - 1415), sein Grabstein befindet sich in der Kirche in Kirchberg am Wagram   1404► Hipperstorff   1413► Ulrich Hippelsdorfer, Dechant zu Ravelsbach, stiftet die Furtmühle zu Zaußenberg für einen Altar und eine ewige Messe in der Pfarrkirche zu Kirchberg am Wagram   1661► wird die Puffermühle (heute Minnichmühle) als Besitz der Kartause Gaming erwähnt   1782► mit der Auflösung der Kartause Gaming durch Josef II. wird Hippersdorf, das mit Oberstinkenbrunn und Klein-Sierndorf ein eigenes Amt hatte, als eigene Herrschaft verkauft   1795► Hippersdorf wird als Markt, nicht als Dorf, angeführt, zählt 34 Häuser, Grundherrschaft üben Gaming, Zellerndorf, Stift Dürnstein, Stetteldorf, Winkelberg und Thürnthal aus   um 1800► eine Kapelle, Hl. Maria, ursprünglich dem Hl. Michael geweiht, wird erbaut   1822► Hippersdorf zählt 45 Häuser und unterliegt der Gerichtsobrigkeit Oberstinkenbrunn   ca.1830► das ursprüngliche Marktrecht geht verloren, der Ort wird wieder als Dorf geführt   1886► die Schmida führt Hochwasser und überflutet Hippersdorf   1890► 51 Häuser und 307 Einwohner werden gezählt   1901► feierliche Weihe der neuen Volksschule   1912► die Herndlhofer Mühle stellt ihren Betrieb ein   1927► Gründung der freiwilligen Feuerwehr   1935► Errichtung des Feuerwehrhauses   1954► schwere Überschwemmung   1959► Gasthaus Wegerer am Ortsende zu Zaussenberg schließt  1965 Schließung der Volksschule, die Hippersdorfer Kinder gehen wieder in Königsbrunn zur Schule   1969► Zusammenschluss mit der Gemeinde Königsbrunn und Zaussenberg   1970► Gasthaus Wiehart wird geschlossen, Gründung des Verschönerungsvereines   1972► Zusammenschluss zur Großgemeinde   1990► Ankauf und Einbau eines Läutwerkes in der Kapelle  1991► Neuerrichtung des Spielplatzes   1995► Generalsanierung des Feuerwehrhauses  2000► Fertigstellung der Schmutzwasserkanalisitation  2001► Ortsverkabelung fertig gestellt  2002► Wasserversorgungsanlage offiziell in Betrieb  2007► ehemaliges Tiefkühlhaus verkauft; Gemeindezentrum und Feuerwehrhaus fertig gestellt