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Salomonische Lösung am Ende
einer langen
Diskussion |
Aus Donauland wird Wagram
(ÖWM, Juli 2007) - Seit
1995 umfasst das Weinbaugebiet Donauland die Teilgebiete Wagram (2.450 ha)
nördlich und Klosterneuburg (inkl. Tulln und Atzenbrugg, 350ha) südlich der
Donau. Die klimatische und geologische Eigenständigkeit beider Gebiete
erschwerte die Schaffung einer einheitlichen Identität. Nach dem
qualitativen Aufstieg vieler Betriebe am Wagram nördlich der Donau wuchs der
Wunsch nach einem eigenständigen Weinbaugebiet. Um eine Zersplitterung der
österreichischen Weinlandschaft zu verhindern, entschloss man sich zu einer
Umbenennung des Weinbaugebietes Donauland in Wagram. Für Klosterneuburg,
Tulln und Atzenbrugg südlich der Donau wird eine eigene Großlage
Klosterneuburg innerhalb des Weinbaugebiets Wagram geschaffen, um die
Bedeutung dieser wichtigen Herkunft zu erhalten.
Keine weitere „Atomisierung“ der
Weinbaugebiete
Die Bezeichnung Donauland aus den Jahren
1993 und 1995 war eine weinbaupolitische Notlösung, um nicht eindeutig
zuordenbare Weinbauflächen unter einem Begriff zusammenzufassen. Donauland
hatte trotz seines langen Bestehens einen geringen Bekanntheitsgrad. „Der
Wunsch nach einem eigenen Weinbaugebiet Wagram war nachvollziehbar, jedoch
musste eine weitere Zersplitterung der österreichischen Weinlandschaft
unbedingt vermieden werden“, erklärt Josef Pleil, Präsident des
Österreichischen Weinbauverbandes, die Situation. „Durch die Umbenennung des
gesamten Gebiets in Wagram und die Schaffung einer neuen Großlage
Klosterneuburg wurde ein sinnvoller Weg gefunden, der für alle Beteiligten
vorteilhaft ist.“ Die neue Bezeichnung ist ab dem Jahrgang 2007 gültig.
Qualitätsexplosion macht den Begriff Wagram stark
Das bisherige Weinbaugebiet Donauland ist
geografisch weder eindeutig Österreich noch in Europa zuzuordnen und auch
nur schwer eingrenzbar. Für die Vermarktung eines Produktes stellen schwache
Botschaften immer einen Wettbewerbsnachteil dar. „Durch den qualitativen
Aufstieg vieler Leitbetriebe entwickelt sich die Herkunftsbezeichnung Wagram
zu einer immer bekannteren Marke, die von allen Winzern des Gebietes genutzt
werden kann“, begründet Willi Klinger, Geschäftsführer der Österreichischen
Weinmarketinggesellschaft (ÖWM), die Entscheidung. Die Umbenennung
unterstützt auch die regionale Wirtschaft, z.B. den Tourismus, durch
Synergieeffekte und ermöglicht eine bessere Integration des Weins vom
Wagram. Die neue Großlage Klosterneuburg südlich der Donau unterstreicht die
notwendige Erhaltung dieser historischen Herkunft und soll auch das Profil
dieses Teilgebiets stärken. Als Leitsorte im Weinbaugebiet Wagram ist neben
dem Grünen Veltliner vor allem auch der Rote Veltliner geeignet. Die
Vielfalt der erfolgreichen anderen Qualitätsweinsorten soll vermehrt unter
dem Herkunftsbegriff Niederösterreich vermarktet werden.
Wagram – des Grünen Veltliners Lust auf Löss
Das Gebiet des Wagrams liegt am Nordufer
der Donau. Die in ihrer Mächtigkeit europaweit einzigartige Lößstufe fällt
nach Süden zur Donauebene ab und wird Wagram genannt. „Das Gebiet Wagram
entwickelte in den letzten Jahren, nicht zuletzt auch durch erfolgreiche
Weinbaubetriebe, ein neues Selbstbewusstsein und erlebte eine
Aufbruchstimmung, die mit einem gleichnamigen Weinbaugebiet einen weiteren
Motivationsschub bekommen wird“, freut sich Leopold Blauensteiner, Obmann
des Regionalen Weinkomitees Wagram und Kämpfer der ersten Stunde um das
Weinbaugebiet Wagram. „Wir möchten am Wagram ein eigenes Lebensgefühl
vermitteln, eine Kombination aus Reisen, Essen, Trinken, Kultur, Genießen
und dem Erleben einer unzerstörten Kulturlandschaft.“
Klosterneuburg: Wein – Genuss – Kultur
Die Erhaltung der Herkunft Klosterneuburg
war ein wesentlicher Bestandteil des neuen Weinbaugebiets Wagram. Betriebe
aus Klosterneuburg, Tulln und Atzenbrugg haben ab der Ernte 2007 wahlweise
die Möglichkeit, neben der optionalen Angabe Klosterneuburg, Wagram oder
Niederösterreich am Etikett anzugeben. „Das gesamte Gebiet von
Klosterneuburg bis Atzenbrugg möchte sich in Zukunft noch stärker als
hochqualitative Buschenschankregion etablieren. Die neue
Bezeichnungsmöglichkeit Klosterneuburg wird uns dabei im Imageaufbau helfen
und auch den touristischen Aspekt berücksichtigen“, ist Leopold Kerbl,
Obmann des Regionalen Weinkomitees Klosterneuburg, überzeugt.
Presseinformation / Juli 2007
ÖWM / Susanne Staggl
Tel.: (+43) 1 503 92 67
Fax: (+43) 1 503 92 68
e-mail:
info@weinausoesterreich.at
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