PFARRKIRCHE
KÖNIGSBRUNN AM WAGRAM
Die
Pfarrkirche von Königsbrunn liegt weithin sichtbar auf halber Anhöhe des
Wagrams.
In den Passauer Matriken findet eine Kapelle bereits im Jahr 1429
Erwähnung. 1762 wird der Grundstein für den heutigen Kirchenbau gelegt.
1783 unter Josef II. wird Königsbrunn eine eigene Pfarre. 1937 wurde der
Kirchturm in seiner heutigen Form neu erbaut bzw. die letzte
Kirchenerweiterung (Seitenschiffe und Apsis) durchgeführt.
Zuletzt wurde die Kirche 1983 einer Renovierung unterzogen.
Das Gotteshaus ist dem Heiligen
Johannes dem Täufer geweiht – wie das Hauptaltarbild zeigt. Die
Malereien wurden 1947 vom Akad. Maler Franz Peter vorgenommen.
Die
zahlreichen Bilder im Nazoräer-Stil zeigen Motive aus der Bibel: Das
Letzte Abendmahl in der Apsis; Maria Verkündigung, die Heilige Familie,
Rast und Flucht nach Ägypten in den Seitenschiffen; Gott Vater, die
Brotvermehrung, die Heilung eines Blinden, die Jünger Jesu beim
Fischfang als Deckengemälde; und den Heiligen Thomas von Aquin links
neben der Kanzel. Die Seitenaltäre sind der Hl. Maria und dem Hl. Josef
geweiht. Das große Missionskreuz ziert den Kreuzaltar im
Nordseitenschiff.
Beachtenswert sind die Glasfenster an der Nordseite
der Kirche – sie sind noch Originale aus dem Jahre 1848
(Hl.
Elisabeth, Hl. Antonius). Die
Glasbilder im Altarraum (Hl. Theresia v. Kinde Jesu, Hl. Judas
Thaddäus) wurden 1938 gespendet von Königsbrunner Familien – ebenso die
aus dem Jahre 1983 stammenden neuen Glasbilder an der Südseite
der
Kirche (Hl. Johannes Nepomuk, Hl. Leopold, Hl. Josef,
Hl. Nikolaus).
Weiters zieren einige Heiligen-Statuen die Wände: Jesus als Ecce homo,
Hl. Nikolaus,
Hl. Florian,
Hl. Christophorus und Hl. Josef.
Die Orgel der Pfarrkirche konnte
durch das Engagement des Königsbrunner Kammerchores im Zuge der letzten
Renovierung neu erbaut werden.
Ein
kleiner Spaziergang von der Kirche ausgehend
führt an der Dreifaltigkeitssäule (1873) vor der Kirche vorbei - an der
ehemaligen Volksschule grüßt der Hl. Johannes Nepomuk (1765) herüber.
Hinauf auf den Bromberg lohnt es sich einen Abstecher zur
Lourdes-Kapelle (1893) zu machen. An der Abzweigung zur Schule befindet
sich ein in unseren Breitengraden oft üblicher „Blecherner Herrgott“.
Weiter hinaus durch die Kellergasse zweigt links der Weg zum Friedhof
ab. Dort ist das schmiedeeiserne Kreuz (1786 = Gründungsjahr des
Friedhofes) aus der Barockzeit besonders sehenswert – sowie einige alte
Grabsteine, die in die Südseite der Friedhofsmauer eingelassen wurden.
Beim Verlassen des Friedhofes fällt das moderne Gebäude des
Kriegerdenkmales (1966) ins Auge, das im Jubiläumsjahr 2005 zu einer
Friedenskapelle erweitert wurde.
Dort nach Osten
abzweigend führt noch eine Runde durch die Weingärten
am
Vier-Jahres-Zeiten-Marterl (2000)
vorbei, wo sich bei Schönwetter ein wunderbares Panorama bietet.
Text und Fotos: Heidi Hutzler
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