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Brief des Pfarrers
Liebe Pfarrfamilie!
Das ist die Bestimmung des Lichtes, dass es leuchte, dass es
die Finsternis durchdringe und den Weg zeige, die Wohnung erhelle.
So will der Herr, dass seine Jünger und mit ihnen alle, die
zu ihm gehören, Licht werden, dass die Kirche durch sie erhellt werde und
den Menschen, die draußen stehen, in der Dunkelheit den Weg zeigen. „Das
Licht unter den Scheffel stellen“ heißt Gottes Wahrheit und Lehre verbergen.
Jeder Glaubende hat daher eine große Verantwortung.
Die Gnade des Glaubens ist
nicht bloß für ihn gegeben, er soll durch seinen Glauben andere zum Glauben
führen. „Das Beten im Herzenskämmerlein“ ist gut, aber man darf dabei nicht
stehen bleiben. Das Licht muss strahlen. Aus angeblicher Bescheidenheit
nicht andern leuchten wollen ist entweder Stolz oder Feigheit, oder es kommt
aus Minderwertigkeits-gefühlen hervor. Keines ist gut. Wer sein Licht am
Lichte Christi wirklich angezündet hat, wird leuchten, wo der Herr ihn
hingestellt hat und wenn er dabei sich verzehrt.
Das Licht der Kerze des christlichen Lebens zünden die Eltern im Namen ihren
Kinder bei der Taufe an. Manche haben es als Erwachsene selbst getan. Die
Liturgie gibt uns noch einmal dazu die Gelegenheit bei der
Auferstehungsfeier während der Osternacht.
Warum so viel über die Taufe sprechen? - wird vielleicht jemand fragen.
Weil sie ein Wendepunkt unseres Lebens war. Durch sie sind wir Christen
geworden, und das ist schon genug, um für diese Würde zu danken, sie zu
meditieren und andere für sie zu begeistern.
Die Fasten- und Osterzeit laden uns besonders dazu ein. Nach dem fröhlichen
Fasching wird es uns sicher gut tun, wieder ein wenig inne zu
halten. Diese Zeit möchte ich in der Kirche nutzen, um die Bedeutung
der Eucharistie für uns zu erklären.
Ich lade herzlich alle Fern-
und Nahstehenden zur Teilnahme an der Fastenliturgie ein.
Vielleicht finden Sie etwas für sich.
Ich bitte Sie nur:
KOMMEN SIE IMMER PÜNKTLICH.
Das gehört auch zu einer würdigen Feier der Eucharistie, bei
der jedes Wort und jede Geste eine wichtige Rolle spielen. Man kann einfach
nicht als Beobachter dabei sein, oder später dazu kommen. Ins Kino oder ins
Konzert kommen wir doch immer noch vor der Beginnzeit. Hier ist aber mehr
als nur eine Unterhaltung. Mehr zu diesem Thema in der Fastenzeit.
So sehen Sie, dass wir eigentlich zwei Schwerpunkte in der Liturgie der
kommenden Zeit haben: die heilige Taufe und die Eucharistie.
Durch die Betrachtung dieser Themen wollen wir uns, als Pfarrfamilie,
richtig auf zwei wichtige Ereignisse in unserer Pfarre vorbereiten - die
Erstkommunion unserer Kinder und die Firmung.
Diese beiden Sakramente haben ihre Wurzel in der Taufe, und alle drei
gehören zusammen. Sie sind die ersten Sakramente der christlichen Einweihung
und sie gehen uns alle an, nicht nur den direkt Betroffenen.
Zum Schluss habe ich eine besondere Bitte an Sie alle. Das
Recht auf die Heilige Kommunion haben nicht nur die Teilnehmer der
Sonntagseucharistie, sondern auch die Kranken und Einsamen, die wegen ihrer
Behinderung, nicht am Gottesdienst teilnehmen können.
Vielleicht haben Sie jemand zu Hause, einen Bekannten, einen Nachbarn, der
sich auf einen Besuch des Priesters mit der Hl. Kommunion freuen würde.
Bitte, melden Sie der Kanzlei alle, die so einen Besuch erwarten. Ich
besuche gerne alle Kranken und Einsamen in unserer Pfarre.
Den Kranken sage ich: Haben Sie keine Angst oder Hemmungen.
Sie sind ein Segen für die Kirche bzw. Pfarre. Beten Sie, bitte, für mich,
für alle, die unserer Pfarre ihre Talente zur Verfügung gegeben haben, damit
wir immer mehr zu einer Familie Gottes werden.
Ich
freue mich auf einen Besuch bei Ihnen und wünsche viel Kraft und Ausdauer.
Der gütige Herr möge Sie, und alles was Sie tun, segnen.
Allen Pfarrleuten wünsche ich eine besinnliche und
gnadenreiche Fastenzeit.
Ihr Pfarrer
Dariusz
Teodorowski CR
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